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Das Kraftstoffsystem - Vergaser ...

Das Kraftstoffsystem

Das Kraftstoffsystem im Traction besteht aus folgenden Komponenten:

  • Benzintank mit eingebautem Filter
  • Benzinleitung, teilweise aus Gummischlauch, teilweise aus Metallrohr
  • Mechanische Benzinpumpe mit Handhebel
  • Vergaser

Dieses System ist im Prinzip sehr einfach aufgebaut, kann aber trotzdem, z. B. durch Alterung oder lange Standzeiten für einige Probleme sorgen.


In diesem Monats-Tipp befassen wir uns mit dem Vergaser.


Der Vergaser ist ein sehr kompliziertes Bauteil und hat eine schwere Aufgabe zu erfüllen: Ein gutes zündfähiges Gemisch zu erzeugen und zwar bei allen Wetterlagen, bei frischer Luft oder dünner Luft (Gebirge), bei kalten als auch bei heißem Wetter und dann noch unter allen Fahrbedingungen (im Leerlauf, bei Teillast und bei Volllast). Zudem muss er beim Kaltstart ein fetteres Gemisch liefern und beim plötzlichen Beschleunigen das Gemisch anreichern, damit man kein „Loch“ spürt.


             
   



Beim Traction sind Zenith oder Solex

Vergaser verbaut, wobei man meistens

den Solex vorfindet. Dies ist von Vorteil,

da es für diesen Vergaser heute noch

Ersatzteile gibt.



Der Vergaser ist mit einer dem Motor angepassten Düsenbestückung ausgestattet. Wenn der Motor gut ist (zwischen 7 und 9 bar Kompressionsdruck) ist eine Abänderung der Düsenbestückung nicht ratsam. Die wichtigsten Düsen sind Leerlaufdüse, Hauptdüse, Luftkorrekturdüse und Lufttrichter. Der Vergaser lässt sich nur durch die Leerlaufgemischregulierschraube und die Drosselklappenanschlagschraube einstellen, und zwar im Leerlauf. Das Leerlaufgemisch lässt sich am besten CO2- Tester korrekt einstellen und sollte bei einer Leer-laufdrehzahl von 800- 850 U/min zwischen 3- 4 VOL% liegen.


Mit etwas Geschick und Feinfühligkeit kann das Leerlaufgemisch natürlich auch ohne CO2-Tester eingestellt werden. Dazu erhöht man die Leerlaufdrehzahl an der Drosselklappenanschlagschraube auf ca. 1500 U/min. Dann dreht man die Gemischregulierschraube behutsam ein bis der Motor langsamer läuft. Nun die Schraube herausdrehen, dabei wird der Motor wieder schneller. Jetzt die Schraube weiter-herausdrehen, bis der Motor wieder langsamer und unruhig wird. In diesem Moment die Schraube mit Gefühl eindrehen, bis die schnellste Motordrehzahl zwischen diesen beiden Punkten erreicht wird. Abschließend die Drosselklappenanschlagschraube herausdrehen, bis eine Leerlaufdrehzahl von 800- 850 U/min erreicht wird.



Diese Einstellungen sind aber nur machbar wenn der Vergaser keine Falschluft zieht.

Von Falschluft spricht man, wenn unterhalb der Drosselklappe Luft angesaugt wird, zum Beispiel an der Drosselklappenwelle, wenn diese ausgeschlagen ist.


Wenn sich beim Wackeln an der Welle die Leerlaufdrehzahl verändert oder zischende Geräusche auftreten zieht der Vergaser Falschluft. Ein Tropfen Öl auf die Wellenenden dichten diese kurzzeitig ab und stabilisieren den Leerlauf. Mit einer Übermaßwelle lässt sich dieser Schaden reparieren.


An einem schiefen Vergaserfuß oder an den Vergaserfußdichtungen kann ebenfalls Luft eintreten. Hier kann eventuell mit neuen Fußdichtungen Abhilfe geschaffen werden.


Falschluft kann auch durch das Benzinüberlaufrohr am Einlasskrümmer entstehen. Es ist wie eine Düse kalibriert und die dort eintretende Luft ist somit kalkuliert. Sollte das Rohr abgebrochen sein ist die Öffnung sehr groß und die Luftmenge, die dann dort angesaugt wird sehr hoch. Beim Einstellen im Leerlauf fällt dies nicht auf, weil die Luftmenge die dort eintritt, mit einbezogen wird. Im Fahrbetrieb, besonders im Teillast-bereich, wird das Gemisch unkontrolliert abgemagert, was zu einem „Ruckeln“ führt. Ein zu mageres Gemisch aber vermindert die Leistung und lässt den Motor im Verbrennungsraum zu heiß werden. Da die Ventile durch das Benzinluftgemisch gekühlt werden, können verbrannte Ventile die Folge sein.


Weitere Vergaserprobleme können durch Verschmutzungen im Tank auftreten. Dadurch können die Düsen verstopfen. Mit einer verstopften Leerlaufdüse läuft der Motor im Leerlauf schlecht oder gar nicht mehr und geht beim Gaswegnehmen aus. Wenn nicht die Möglichkeit besteht sofort die Düsen zu säubern lässt sich kurzfristig Abhilfe schaffen indem der Starter am Vergaser leicht gezogen wird. Sollte die Hauptdüse verstopft sein, was recht selten vorkommt, läuft der Motor im Leerlauf völlig normal, nimmt aber kein Gas an oder geht beim Gasgeben aus.


Wichtig für eine gute Gemischaufbereitung im Vergaser ist das regelmäßige Reinigen bzw. Austauschen des Luftfiltereinsatzes.


Aus unserem Ersatzteilangebot empfehlen wir:

Vergaser-Rep.-Satz Solex PBICmit Düsen26,20 Euro

Drosselklappenachse Solex 8,5 mm31,10 Euro



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