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Das Zündschloss und die Zündspule...

Zündschloss und Zündspule

Ein weiterer Schwachpunkt durch Alterung ist das originale Zündschloss. Es ist recht simpel aufgebaut und kann durch Verschmutzung oder Abbrand der Kontaktflächen für einen hohen Übergangswiderstand sorgen der unser Zündsystem schwächt. Das ausgebaute Zündschloss lässt sich aber leicht zerlegen und reinigen. Dazu mit Lösungsmittel alle kontaktrelevanten Teile reinigen und beim Zusammenbau mit Kontaktfett (z.B. Batteriepolfett) leicht fetten. Auf keinen Fall sollen die Kontakte mit Schmirgelleinen behandelt werden da diese Flächen dann schneller zur Verschmutzung neigen und für einen höheren Übergangswiderstand sorgen.

Zündschloss

Noch ein Tipp: Das Zündschloss hat 2 Kontaktebenen. Eine für das Einschalten der Zündung und aller über Zündung betriebenen Elemente (Scheibenwischermotor, Blinker usw.). Die andere Ebene wird nur zum Abschalten der Tachobeleuchtung benutzt, wenn das Auto mit Standlicht geparkt wird, um Strom zu sparen. Sie ist daher kaum belastet und meistens wie neu. Es bietet sich also an, die beiden Anschlusspaare am Zündschloss zu tauschen, um für den Zündstrom einen nahezu neuwertigen Kontakt zu haben.

Der nächste Schwachpunkt in der Zündanlage ist die Zündspule. Sie hat normalerweise eine sehr lange Lebensdauer, kann aber nicht gewartet werden und wird im Laufe der Zeit schwächer. Auch lässt sie sich nur schlecht prüfen, da eine Widerstandsmessung mit einem Ohmmeter sehr ungenau ist. Der Grund dafür ist, dass eine Spule einen sogenannten induktiven Widerstand hat, der mit herkömmlichen Messgeräten nicht exakt messbar ist. Der induktive Widerstand beträgt ca. 3 Ohm bei kaltem Zustand und verändert sich bei Erwärmung.


Zündspule

Zur Erklärung: Eine Zündspule ist ähnlich aufgebaut wie ein Transformator. Die Primärwicklung, dicker Draht mit wenigen Wicklungen, wird vom eingeschalteten 6 Volt Zündstrom durchflossen. Durch relativ hohen Stromfluss (Ampere) wird sie warm. Die Sekundärwicklung, dünner Draht mit vielen Wicklungen, ist für die Hochspannung zuständig. Das Ganze ist um einen Eisenkern gewickelt. Durch Unterbrechung des Zündstroms an der Primärwicklung (Unterbrecherkontakt im Verteiler) wird ein Impuls transformiert der eine Hochspannung von 10-15000 Volt mit geringer Leistung (Ampere) erzeugt. Zur Isolierung sind die Wicklungen lackisoliert und der Becher der Zündspule ist mit Isolieröl gefüllt. Dieses Öl hat auch noch die Funktion der Kühlung.

Bei alten Zündspulen kann sich das Öl zum Beispiel durch Überhitzung zum Teil verflüchtigt haben, so dass die Spulen zu heiß werden. Somit verändert sich der Widerstandswert ungünstig und die Hochspannung wird geringer und damit der Zündfunke an den Kerzen schwächer. Auch kann durch Überhitzung ein Wicklungsschluss an der Sekundärwicklung für schwachen Zündfunken sorgen.


Es gibt Zündspulen, die im kalten Zustand einwandfrei funktionieren, nach längerer Fahrt und zunehmender Erwärmung an Leistung verlieren und immer schwächere Zündfunken erzeugen, so dass das Auto plötzlich während der Fahrt zu ruckeln beginnt. Oft werden diese Fehler dann an der Benzinversorgung bzw. am Vergaser vermutet.

Einzig der Tausch gegen eine neue Zündspule sorgt für Abhilfe.

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